Du warst alles was ich wollte

Alles was ich wollte, warst du. Doch du bist mir nicht die Chance, Teil deines Lebens zu werden. Ich wollte dich sehen, bei dir sein, dich in meinen Armen spüren. Doch wieder bist du nicht da, findest neue Ausreden, um keinen Moment der Zeit mit mir zusammen verbringen zu können. Ich weiß, dass du Angst hast, denn auch du hast viel erlebt. Doch haben wir das nicht beide? Die Angst, vor dem erneuten Schmerz, den wir beide nur zu gut kennen, hält dich das von mir zurück? Ich höre deine Worte, lese deine Zeilen. Doch weiß ich mittlerweile nicht mehr, was sie bedeuten sollen. Willst du mich nur warm halten, als eine Option, zu der man immer zugreifen kann, wenn sonst nichts übrig bleibt? Sind deine Worte einfach nur ein Trugbild? Mein Herz, mein Gefühl, mein Kopf, meine Logik, alles in einem ständigen Kampf dessen, was das alles bedeuten soll. Hälst du dich von mir fern, weil du merkst, wie sehr die Gefühle zwischen uns hoch kommen? Hast du Angst vor dieser Intensivität? Oder bin ich eben doch nur eine Option für dich?

Als ich dich sah, was es um mich geschehen, es war magisch, ich fühlte mich direkt zu dir hin gezogen, konnte meine Augen nicht mehr von dir lassen. Wir haben stundenlang geredet, ich konnte dir alles sagen, und ich hörte dir ebenso zu, all die Geschichen unseres Lebens, so vollkommen verschieden, und doch so vollkommen gleich. Ich lag in deinen Armen, fühlte mich geborgen, es war wie nach Hause kommen, ich konnte die ganze Welt um mich herum vergessen. Obwohl ich dich eigentlich nicht kannte, hatte ich das Gefühl, dass wir uns doch schon ewig kennen. Wir waren uns so vertraut, wir waren so nervös. So eine Verbindung hatte ich nie gespürt zu einem Menschen, den ich eigentlich garnicht kannte. Du warst alles, was ich je wollte.

Und nun sitze ich hier, gefangen im Karusell meiner Gedanken und Gefühle. Alles was ich tue, jeden Tag, werde ich immer an dich erinnert. All die vielen kleinen Zeichen, die mich ständig zu Dir führen. Sei es ein Lied, eine Zahl, ein Name, ein Symbol. Ich bin ein Mensch, der gelernt hat, zu vertrauen, dass nichts ohne Grund geschieht. Doch nun beginne ich seit langer Zeit, an all dem zu zweifeln. Ich hinterfrage all das zwischen uns. Denn du lässt mich im Nebel stehen, stellst mich aufs Wartegleis, voller Fragen, allein mit meiner Unsicherheit. Ich sehe die Züge, welche vorüber ziehen, in alle Richtungen. Doch du steigst nirgends aus. Und ich beginne mich zu fragen, ob ich mich in einen anderen Zug setzen soll, einen anderen Weg einschlagen muss, als den unseren. Oder ob du eines Tages doch hier aussteigst, mir meine Fragen beantwortest, meine Hand nimmst, sie nie wieder los lässt. Wohin soll meine Reise gehen?

Herz und Kopf, der ewige Kampf, die vielen Fragen ohne Antwort, die ungeweihten Tränen. Ängste und Hoffnungen, wohin führt uns der Weg? Ihr allein entscheidet, ob ihr wartet, oder in den Zug einsteigt, welcher in eine ganz andere Richtung fährt..

In tiefer Liebe,

eure Traumtänzerseele