Tränen und ein Lächeln

So liebste Seelen, in den letzten Tagen war es wieder etwas stiller. Manchmal kann man eben keine klaren Gedanken fassen und selbst die Stille scheint unendlich laut zu sein. Wir ziehen uns zurück von den Menschen, die für uns da sein wollen, weil wir zweifeln, an ihnen, uns selbst und allem was dazu gehört. Wir schlagen die Hand beiseite, die man uns reicht. Aus Angst vor unserem Schmerz. Aus Angst dafür, Ihnen Schmerz zuzufügen. Wir denken, es sei egoistisch, einfach den Moment zu genießen, im Hier und Jetzt zu leben, weil wir denken und denken und denken.  Wir wollen andere nicht verletzten. Denn wir sehen den Scherbenhaufen, den unser gebrochenes Herz hinterlassen hat, schneiden uns selbst jeden Tag daran. Denn manchmal ist es einfach nur der Verlust eines Menschen, ein gebrochenes Versprechen, dass sie uns einst gaben und dann nicht hielten, was unser Herz in tausend Scherben brach. Dann begegnest du Menschen, die dir das gleiche sagen.  Ich bleibe hier. Ich geh nicht weg.

Einfach Worte, so wundervoll zu hören, und doch bricht dein Herz erneut. Denn einst kamen sie von dem Menschen, der dich damit am meisten verletzt hat. Indem er einfach gegangen ist. Unser Herz will es nicht glauben. Dass es Menschen gibt, die nicht von deiner Seite weichen werden, egal was passiert. Denn auch von diesem einen Menschen, hättest du es nie geglaubt. Und du willst es noch immer nicht sehen, dass du nicht mehr dazu gehörst. Dass dieser Mensch, dein Vertrauter, der Mensch, der dich besser kannte als irgendjemand sonst, nun nicht mehr da ist.

Ich rede hier nicht von verschmähter Liebe. Nein, ich wünsche ihm von ganzem Herzen sein Glück und freu mich für ihn, wenn er es gefunden hat. Kaum ein Mensch hat es mehr verdient, als er, geliebt zu werden und glücklich zu sein. Nein, ich rede von dem Verlust eines Freundes. Einem gebrochenen Versprechen. Alles ist anders. Niemand kannte mich so gut wie er. Ich habe ihm so unendlich vertraut, er war mir so nahe, wie niemand sonst. Und er hat mir vertraut, haben wir doch so vieles gemeinsam erlebt , was andere nie verstehen. Ein Wort, eine Melodie und wir wussten alles voneinander. Ein Verständnis, das man nicht in Worte fassen kann. Ja. Er fehlt mir in jedem Augenblick.

Und doch geht meine Message heute an diese eine liebe Seele, die mir so neu ist und dennoch so vertraut. Ich danke dir, dass du du bist, und dass du hier bist. Ich bin kein einfacher Mensch, und dennoch bist du für mich da. Ich bin froh, dass ich dir bis jetzt jeden Tag ein Lächeln schenken konnte. Denn auch du schenkst mir jeden Tag das deine. Ich bin froh, dass es dich gibt.

Liebste Seelen, manchmal benötigt es nur ein Lächeln, dass dir jemand schenkt, wenn du dein eigenes verloren hast.

In tiefer Liebe,

eure Traumtänzerseele