Herbstlaub

Gehe raus auf verlassene Straßen, sehe leere Gesichter. Ziehe meinen Mantel enger um mich, denn es ist kalt geworden. Blicke mich um, die Welt scheint grau zu sein, tristlos, trostlos. Ich wende mich ab, gehe einen neuen Weg. Verlasse die Wege, verlasse die Straßen, verlasse die Menschen. Ich fange an zu renne, mein Herz schlägt schneller, renne weiter, hinaus in den Wald. Bleibe stehen, beruhige meinen Atem. Unendliche Stille, es ist so friedlich. Ich blicke mich um, unendlich viele Farben, all die wundervollen Farben, die ich sonst nirgendwo mehr sah. Ich gehe weiter, das Herbstlaub, so wundervolle Farben, es raschelt unter meinen Füßen. Fühle mich wie ein kleines Kind, nehme das Laub in meine Hände, werde es nach oben, tanze darin, lache, schreie, weine. So viele Farben, doch gehe ich zurück, verblassen sie erneut, die Welt ist trist und grau, ohne dich sind keine Farben mehr vorhanden.

Liebste Seelen, der Herbst malt in all den wundervollen Farben, die wir in der Welt so oft vermissen. Warum also sind nicht wir der Maler, der die Welt in neuen Farben malt? Jede Melodie, jedes Gefühl, jeder Mensch, jede Erinnerung ist eine Farbe. Malt eure Welt so bunt ihr nur könnt.

In tiefer Liebe,

eure Traumtänzerseele