Wo bist du nur?

Wo bist du nur? Du bist so weit entfernt von mir, ich kann dich nicht mehr hören. Weißt du noch, als du mir sagtest, du würdest nicht gehen, du würdest bleiben? Du sagtest mir, dass du mich magst. Doch warum nur habe ich das Gefühl, dich verloren zu haben? Was hat sich bloß verändert? Wo bist du hin? Du solltest keine Rücksicht auf meine Gefühle nehmen. Ich sagte, ich komme klar. Ich wollte dich nicht verlieren. Ich war unendlich dankbar, für das, was war. Jedes Wort, jede Melodie, jedes Gefühl, einfach so traumhaft schön. Ich habe dich so tief in mich blicken lassen, wie noch keinen anderen Menschen zuvor. Denn ich wusste, du allein kannst es verstehen, hast doch selbst soviel davon erlebt. Ich habe meine Seele nackt vor dir offenbart, bereue kein Wort davon. Doch ich betrauere mein Herz, dass dich nun so unendlich stark vermisst. Tausend Scherben, ein Puzzlespiel, doch werden immer Teile fehlen, mit jedem Bruch, mit jeder Träne die ich weine, stirbt ein Teil davon.

Dein Vertrauen, deine Freundschaft war mehr, als ich je zu hoffen gewagt hatte. Ich war dankbar dafür und nahm es an, wie es war. Ja, mein kleines dummes Herz hat sich in dich verliebt, in eine Seele, in einen Traum. Ich hätte dir alles gegeben, was ich besitze, weil du mir so wichtig warst. Ich wäre Tag und Nacht gewandert, barfuß gelaufen all die Meilen, die uns trennen, um für dich da zu sein, als du einfach nur eine Umarmung gebraucht hättest, ein liebes Wort,  um dir zu zeigen, dass alles gut werden wird. Ohne je einen Hintergedanken. Einfach nur, weil du mir so wichtig geworden bist.

Die Schlachten zwischen Herz und Kopf, die ich jeden Tag geführt hab, wegen dir. Du wusstest es so genau. Du weißt, wie ich bin, wie du bist. Und doch sagtest du mir Dinge, die mich zweifeln ließen, dass es nur mir so ging. Hast du es denn nie gedacht? Was mein kleines dummes Herz hoffen könnte? Hast du je daran gedacht? Und doch mache ich dir keinen Vorwurf daraus. Denn es war mein kleines dummes Herz, dass trotz allem Pragmatismus diese kleine Hoffnung nach Liebe hatte. Vielleicht in dir diesem einen besonderen Menschen begegnet zu sein, der mein Leben vollkommen macht. Der meiner Liebe würdig ist. Nein, ich mache es dir nicht zum Vorwurf, es war meine Hoffnung, mein kleines dummes Herz.

Es sollte nun mal nicht sein. Ich wollte dich in die Realität holen, dir gegenüber stehen, Antworten auf meine Fragen haben. Dir in die Augen schauen, ich wollte wissen, wer Recht behielt, mein kleines dummes Herz, oder mein Kopf, der ständige Denker, der Realist. Doch es sollte nicht sein, nicht an diesem Tag. Und am nächsten Tag, ich war dir so nah, ich war dort, nur für dich. Doch du wolltest mich nicht sehen. Nein, das ist kein Vorwurf. Es ist die Frage, warum, die mich so quält.

Ich habe keine Ahnung, ob du nun eine Liebe in deinem Leben hast, es geht mich auch nichts an. Doch sollte es so sein, dann weißt du genau, wie sehr ich dir dein Glück wünsche, ich wünsche dir alles Glück dieser Welt, die unendliche Liebe und das Ankommen deines geschundenen Herzens. Du hast Vollkommenheit verdient, ich hoffe diese Frau weiß zu schätzen, welchen Schatz sie in ihren Händen hält. Dein wundervolles Herz.

Und es war kein Gerede von mir, als ich dir sagte, ich sei immer für dich da. Ich tat es seitdem, tue es noch heute, werde es immer tun. Das ist nun mal Liebe, sie ist bedingungslos.  Sie wünscht sich nur das Gute für das Gegenüber. Ohne Rücksicht auf sich selbst. Ich wünsche mir so sehr, dass deine Worte an mich ebenso ehrlich waren, und du bei mir bleibst.  Ich vermisse dich an jedem Tag, so unendlich stark. Doch kann ich dir all meine Worte nicht sagen, kein Ton kommt über meine Lippen, ich bringe es nicht über mich, zu sagen, wie sehr du mir fehlst, wie viele Tränen ich seitdem geweint habe, seitdem alles anders ist. Du fehlst mir so unglaublich, in jedem Augenblick.

In tiefer Liebe,

deine Traumtänzerseele